Zwei ehrgeizige Bauvorhaben stehen in diesen Tagen in der Projektplanungsabteilung der TüNet GmbH auf der Tagesordnung. Tübingens City-Carrier und Telekommunikationsdienstleister plant die Datenanbindung in Richtung Reutlingen und Stuttgart.
Beide Datenautobahnen werden mittels modernster Glasfasertechnik realisiert. Dies erlaubt Übertragungsraten von 2 Megabit pro Sekunde bis in den Bereich von einigen Gigabit pro Sekunde.
Die Strecke Richtung Reutlingen wird eine Länge von etwa 15 km haben und zu einem großen Teil im Neckartal verlaufen. Die TüNet verlegt bei diesem Bauvorhaben eigenes Glasfaserkabel und wird auch den Tiefbau koordinieren.
Bei der Anbindung nach Stuttgart sind dagegen ca. 35 km per Glasfaserkabel zu überwinden. Diese Strecke wird gemeinsam mit der NeckarCom (http://www.neckarcom.de) in Stuttgart, einem lizenzierten Tochterunternehmen der Neckarwerke Stuttgart AG, betrieben und von Stuttgart aus überwacht. Die Glasfasern selbst werden von der Gasversorgung Süddeutschland angemietet.
In Stuttgart-Vaihingen ist der Übergabepunkt des Datenverkehrs geplant. Von dort aus wird dieser von der NeckarCom an die Adressaten im Stadtgebiet Stuttgarts oder der Region weiter geleitet oder an national oder international tätige Carrier je nach Bestimmungsziel übergeben.
Sobald die LWL-Verbindung nach Reutlingen bis zum Übergabepunkt an die NeckarCom fertig gestellt ist, besteht von dort aus ein Übertragungsring nach Stuttgart und damit eine redundante Kommunikationsanbindung an die weltweiten Glasfasernetze. Bei Ausfall einer Teilverbindung wird dann automatisch auf die andere Ringhälfte umgeschaltet, so dass die Übertragungsstrecken quasi unterbrechungsfrei betrieben werden können.
Auf beiden Übertragungsstrecken können die benötigten Bandbreiten entsprechend den Wünschen der Tübinger Kunden sehr flexibel angepaßt werden.
Durch einen 24-Stunden-Entstörungsdienst gewährleistet die Stadtwerketochter TüNet einen reibungslosen Datentransfer und kann bei Unregelmäßigkeiten sofort eingreifen.
Beide Datenautobahnen sind ein Angebot an Unternehmen und Behörden, ihre Filialen und Dienststellen zu vernetzen, die Kommunikation und den Datenaustausch zu verbessern und zu beschleunigen. Einige Tübinger Unternehmen haben bereits jetzt schon ihr Interesse bekundet und werden in absehbarer Zeit die Highspeed-Verbindungen der TüNet nutzen.
Die Anbindung nach Stuttgart wird bis Ende Juni diesen Jahres realisiert. Die Strecke nach Reutlingen wird Ende 2001 fertiggestellt werden.
Pressemeldung 19.04.2001
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