Antje Fleischer lacht: „Wie ein Vogel im Aquarium – manchmal etwas exotisch“ zitiert sie einen Buchtitel des ehemaligen Automanagers Daniel Goudevert und beschreibt damit, wie sie sich als Frau in einer technischen Führungsposition manchmal fühlt. 8 Jahre ist sie schon bei der TüNet, heute ist sie die Leiterin der Abteilung Telekommunikation.
Zuwächse weit über dem Branchendurchschnitt, alleine 18 % im vergangenen Jahr, kennzeichnen die TüNet – gute Zahlen, die ihr den runden Geburtstag der Telekommunikationssparte der swt durchaus versüßen. Doch wo geht die Reise hin, wie mag unsere Zukunft aussehen, wie wird sie durch Telekommunikation geprägt? „Kupfer ist tot, Glasfaser ist für Business- Kunden das Maß aller Dinge", weiß Fleischer und freut sich, dass die Erschließung des ländlichen Raums zunehmend ein Thema wird.
Ländlicher Raum – ein Thema auch für die TüNet
Eines, bei dem die TüNet gut aufgestellt ist: hat sie sich doch ein Wegerecht für ganz Baden-Württemberg gesichert und kann eigene Netze erstellen. Die swt sind eines der wenigen Stadtwerke, die seit über 10 Jahren Telekommunikatonsdienste in der Region anbieten und sich damit einen strategischen Vorsprung gesichert haben. Erste Anfragen für neue Netze im Umland liegen vor. Der Rat der TüNet ist in Stadt und Land geschätzt. Antje Fleischer führt diese Alleinstellung der TüNet neben der langjährigen Erfahrung auch auf die intensive Vernetzung zurück: die Präsenz im IHK-Netzwerk IT, TK & Multimedia unter dem Dach der IHK Reutlingen zahlt sich ebenso aus wie die Verankerung im DIHK, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag. Das ist mitunter mühsam und zeitraubend, wie jeder weiß, der sich mit Netzwerken beschäftigt. Aber am Ende zählt das Ergebnis. Und das lässt die TüNet als regionalen TK-Anbieter auf weiter Flur einzigartig dastehen.
Bündeln von Dienstleistungen
Managed Services, das Bündeln von Dienstleistungen, ist eines der Zauberwörter der Zukunft. Hier ist die TüNet mit ihren strategischen Partnerschaften gut aufgestellt: Externe Rechenzentren könnten schon bald Aufgaben übernehmen, die heute noch in den einzelnen Unternehmen bearbeitet werden. Die Banken fordern Redundanzkonzepte bei IT-Diensten und Sicherheit, die nur noch in größeren Verbünden geschultert werden können. War VoIP, Voice over IP, noch vor kurzer Zeit ein Zukunftsthema, so ist es heute bereits gesellschaftsfähig und mit Breitbandtechnologie im Geschäftsalltag in bester Qualität möglich. Und bald steht dank Virtualisierung vielleicht nicht einmal mehr eine Telefonanlage im eigenen Haus.
Wo geht die Reise hin?
Fiber to the home, kurz FTTH oder auch FTTX, heißt nicht mehr und nicht weniger als Glasfaser ins eigene Heim. Also nicht nur in die Unternehmen, sondern bis in die letzte Telefondose. Eine große Vision und mit welchem Vorteil für wen? Neue Kommunikationsformen könnten Fuß fassen, Videokonferenzen könnten nicht nur für Geschäftsleute, sondern auch für den privaten Gebrauch salonfähig werden. Hieran wird intensiv geforscht, denn wie leben wir in einer älter werdenden Gesellschaft? Wie können Menschen mobil bleiben, länger zuhause wohnen, den Kontakt miteinander halten? Und vielleicht guckt ja der Arzt dann lieber einmal mehr und dafür per Videokamera bei Ihnen ins Haus? – Zukunftsvisionen für die nächsten 10 oder 20 Jahre. Die Zukunft hat angefangen, und die TüNet arbeitet schon mal dran.
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