Aktuelles Thema beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK): der flächendeckende Auf- und Ausbau schneller Internetverbindungen – die so genannte Breitbandinitiative. Auch Antje Fleischer ist 2009 im DIHK wieder mit dabei. Sie leitet seit 2006 erfolgreich die Abteilung Telekommunikation „TüNet“ bei den Stadtwerken Tübingen GmbH. Zum Jahresbeginn wurde sie erneut als Mitglied in den „Ausschuss für Telekommunikation und Neue Dienste“ gewählt. Damit ist sie für die kommenden vier Jahre weiterhin eine von insgesamt drei Vertretern aus der Region Neckaralb im DIHK in Berlin.
„Der Ausbau schneller Datenleitungen ins Internet ist ein wesentlicher Standortfaktor. Er ist entscheidend für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft in der Region. Denn nur wer schnelle Übertragungsraten anbieten kann, wird Unternehmen auch erfolgreich davon überzeugen können, dass hier der richtige Ort für ihre Investitionen ist. Ohne diese grundlegende Infrastruktur wird der Aufschwung nicht gelingen“, sagt Antje Fleischer.
„Telekommunikation wird bereits heute als strategisches Geschäftsfeld regionaler Versorgungsunternehmen gehandelt. Sie stellt einen wichtigen Standortfaktor im Wohnumfeld und für ansiedelndes Gewerbe dar und reiht sich damit ein in die klassischen Infrastrukturdienstleistungen eines kommunalen Unternehmens“, so Fleischer. Aber: „Der Aufbau einer flächendeckenden Versorgung mit Breiband passiert nicht von heute auf morgen und nicht ohne ein grundsätzliches Umdenken“, so die Telekommunikationsfachfrau.
Die im Februar 2009 verabschiedete Breitbandinitiative der Bundesregierung soll die Versorgung mit schnellen Internetanbindungen bis 2010 fördern. Langfristiges Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2014 etwa 75 % aller Haushalte in Deutschland mit Download-Raten von 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und schneller zu versorgen.
Aber nicht nur Privathaushalte auch Unternehmen leiden unter der mangelnden Internet-Versorgung. Aktuelle Erhebungen zur Versorgungssituation von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zeigen erhebliche Defizite auf: Fast zwei Drittel haben demnach Probleme einen Breitbandanschluss zu bekommen: „Das schränkt die Wachstums- und Beschäftigungsmöglichkeiten ein“, heißt es dazu in Berlin. Die Forderung des DIHK: „Hochgeschwindigkeitsnetze müssen auf- und ausgebaut werden“. Dafür, dass ein Teil der Strukturförderung auch in der Region ankommt, will sich Fleischer zusammen mit ihren Kollegen aus der Region im DIHK einsetzen. „Dies sehe ich als eine meiner grundlegenden Aufgaben an“, erklärt die studierte Betriebswirtin. Für ihre Arbeit im DIHK-Ausschuss hat sich Fleischer zum Ziel gesetzt: „Bundesweite Diskussionen wie aktuell um den Breitbandausbau in die Region Neckaralb zu tragen.“
Das erste Etappenziel ist erreicht: Zur Förderungen der bundesweiten Breitbandinitiative gründete Fleischer gemeinsam mit der IHK Reutlingen und weiteren Kooperationspartnern im Juni 2009 einen regionalen „IHK-Beirat Breitband“. Spätestens im Herbst 2009 sollen gemeinsam mit dem Bundesverband Breitbandkommunikation e. V. (BREKO) und dem Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) Informationsveranstaltungen zum Thema stattfinden. Sie sollen dazu beitragen, dass Städte und Gemeinden in der Region Neckaralb über mögliche Förderungen informiert werden und sich auf die Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern inhaltlich vorbereiten können.
Bundesweit engagieren sich rund 100 Unternehmensvertreter aus der Informationstechnologie und Telekommunikation im DIHK, um gemeinsam aktuelle Branchenthemen zu diskutieren und neue Gesetze auf den Weg zu bringen.
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