kommen mit 100 Megabit pro Sekunde ins Net
Lange Ladezeiten im Internet ? Kein Thema für immer mehr Studierende im Studentendorf Waldhäuser-Ost – sie kommen über ein TüNet-Glasfaserkabel blitzschnell ins Netz der Netze.
Ein gutes Drittel der Studentenheim-Bewohner genießen bereits den schnellen Netz-Zugang: "Das geht einfach megaschnell!" Ob für eine fachliche Internet-Recherche oder das tägliche Studium der Tageszeitungen – kaum angewählt, sind sie schon "drin". Und weil das Studentenwerk über die Universität eine Standleitung hat, fallen keine Telefongebühren an. Der Internetzugang ist in der Zimmermiete inklusive.
"Wenn ich daheim am Computer bin, komme ich mir vor wie von gestern!" sagt auch Klaus-Dieter Kosok, beim Studentenwerk Tübingen zuständig für die EDV-Koordination. Sein privater Internetzugang läuft zwar auch über eine moderne ISDN-Leitung – aber der Zugang im Studentendorf ist noch rund 1500 Mal schneller. Bis zu 100 Megabit pro Sekunde können die Leitungen in derzeit 653 von 1727 Studentenzimmern transportieren. Ein einfacher ISDN-Anschluss schafft gerade mal 64 Kilobit pro Sekunde...
Möglich macht das ein rund vier Kilometer langes Glasfaserkabel des Tübinger Kommunikationsdienstleisters TüNet. Es verbindet das universitätseigene Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV) in der Wilhelmstrasse mit der "Kopfstation" des Studentenwerks im Fichtenweg 5. Weitere knapp vier Kilometer Glasfaserkabel vernetzen die 24 Gebäude des Studentendorfs, dazu kommen zusammen über 41 Kilometer Kupferkabel, die von den Hausanschlusspunkten zu den Zimmern führen.
Erst Mitte 2000, nachdem die TüNet ihre Hochleistungs-Glasfaserleitung verlegt hatte, begann die Verkabelung der einzelnen Häuser. "Im Herbst 2000 waren wir schon auf Sendung!" freut sich Klaus-Dieter Kosok. Bis alle Studentenzimmer
TüNet verbindet Studentenwerk vernetzt sind, können allerdings noch mal rund fünf Jahre vergehen. Dahinter stehen auch nicht ganz unerhebliche Investitionen: Rund 800 Mark betragen die Anschlusskosten pro Zimmer.
Die Verkabelung der studentischen Wohnungen ist für Kosok der Einstieg in ganz andere Möglichkeiten: Virtuelle Hörsäle sieht er schon am technischen Horizont Realität werden. Die für diese Zukunft ausgelegten Leitungen könnten dann Video- und Sprachdaten in Echtzeit in die Studentenzimmer transportieren.
Natürlich hätte das Studentenwerk die Datenleitung auch mit anderen, größeren Unternehmen als der TüNet realisieren können. Aber den entscheidenden Pluspunkt für die TüNet sah und sieht man beim Studentenwerk – neben dem Preis - in der örtlichen Nähe: "Die sind direkt vor Ort, es gibt persönliche Ansprechpartner!" Und, freut sich Kosok über die gute Zusammenarbeit, "wenn man mit denen was ausmacht, dann gilt das auch".
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Informationen gibt es über die Marketing-Abteilung der TüNet
(Frau Fleischer, 07071-157 363).
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