"Wieder ein kleiner Schritt!" Herbert Weitzenberg verlässt zufrieden den Raum. Offenbar war die Projektbesprechung erfolgreich.
Weitzenberg ist Diplom-Ingenieur und Glasfasermann der ersten Stunde, zurück am Tisch bleiben Uli Reutter und Tobias Weinmann. Die beiden Techniker steuern verantwortlich TüNet-Projekte. Im Team mit einem Partner je Projekt – in der Regel ist das Antje Fleischer, Diplom-Kauffrau und Abteilungsleiterin, oder eben Herbert Weitzenberg – sind sie die Keimzelle dafür, dass Projekte der TüNet sauber und glatt über die Bühne gehen.
Bei der TüNet ist es wie überall sonst auch: Kommt eine Anfrage rein, klingelt zumeist das Telefon oder eine E-Mail landet im Postfach. Aus der Anfrage wird durch Uli Reutter und Tobias Weinmann nahtlos ein Projekt – ob nun später realisiert wird oder nicht – und jedes Projekt bekommt erstmal eine Nummer. So kann man es nämlich auch gut wiederfinden. Dass jedes Projekt analog und digital dokumentiert wird, erhöht die Sicherheit der Aufzeichnungen.
Was aber geschieht jetzt eigentlich?
Um ein Angebot erstellen zu können, müssen die Basisinformationen zusammengetragen werden. Zumeist geht es ja um eine Verbindung mit schneller Glasfaser, von, sagen wir mal, Punkt A nach Punkt B. Spannend sind also Fragen wie: Sind die beiden Punkte bereits mit Glasfaser verbunden? Gibt es einen Koppelpunkt in der Nähe? Muss mit Glasfaser erschlossen werden? Sind vielleicht schon Leerrohre verlegt? Weinmann und Reutter kennen sich im Tübinger Glasfasernetz natürlich aus: Ersterer ist seit zwei Jahren bei der TüNet, sein Kollege schon seit über acht.
Oberste Prämisse für die darauffolgende Feinplanung ist die Frage "Wie kann man möglichst kostengünstig erschließen?" Immerhin geht es hier um das Geld des Kunden.
Und: So drei bis vier Wochen sollte man einkalkulieren, bis so ein Angebot ausgearbeitet ist.
Wird daraus ein Auftrag, ist erst mal Freude angesagt. Schließlich ist das hier nicht nur ein Job, und in den Adern der beiden TüNet-Techniker fließt Herzblut.
Getreu dem TüNet-Motto „Wir nehmen Sie ganz persönlich!“ klären die Techniker individuelle Umstände und spezielle Wünsche mit dem Kunden ab. Da geht es schon mal um eine besonders schöne Gartenanlage, die nicht unter den Tiefbaumaßnahmen leiden darf oder um ästhetische Ansprüche bei der Außenfassade, die der neue Internet-Zugang erfüllen soll. Und natürlich um die Bandbreite der Leitung, die sich direkt auf die Kosten auswirkt. Ebenso wie die geplante Laufzeit, auf die die Investition umgelegt wird.
Sind die Aufgaben identifiziert und gesetzt, kann auch der Zeitplan erstellt werden. Falls erforderlich, gehen die Aufträge an Tiefbauer, Kabelzieher und Spleißfirma. Wo irgend möglich wird diese Vorlaufzeit von den Technikern parallel genutzt, indem die Vorbereitungen auf bereits bestehenden Teilstücken der neuen Leitung getroffen werden.
Da jeder Fall individuell gelagert ist, kann man’s nicht pauschal beantworten. 12 Wochen ist eine typische Abwicklungsdauer, unter günstigen Umständen und ohne Tiefbau ist eine Realisierung auch schon mal in taffen sechs Wochen möglich. Schlägt einem der Winter ein Schnippchen oder gibt es andere Fälle höherer Gewalt, kann es auch mal länger dauern.
Das Warten lohnt sich: Denn in jedem Fall ist die Verbindung mit der Außenwelt durch ultraschnelle Glasfaseradern ein eminent wichtiger Bestandteil fürs Wohlergehen der Auftraggeber, ein Standortvorteil für Tübingen. Und ein großer Fort-Schritt.
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